Ras el Hanout

Marion's Tee- Gewürz- Kräuter - Haus www.tee-wuppertal.de

Ras el Hanout, ein eher marokkanisches Gewürz, ist für mich der Geschmack Nordafrikas, der Geruch der Souks und der unzähligen Garküchen. Wenn ich das Gewürz rieche, bekomme ich auf der Stelle Fernweh nach den für mich märchenhaften Märkten, den Melodien der fremden Sprachen, nach den Menschen, die ich stets als überaus freundlich und gastfrei erfahren konnte, und, und …

Ras el Hanout heißt wörtlich übersetzt „Chef des Ladens". Das Gewürz vereint süße, scharfe und bittere Aromen mit dem blumigen Duft von Rosenknospen.

In Nordafrika ist es „DAS“ Universalgewürz für Schaf, Lamm, Rind, Kalb, Geflügel, Hackfleischzubereitungen, Füllungen, Fisch, Gemüse, Aufläufe, Reis, nicht zu vergessen das von mir geliebte Couscous, Bulgur, Suppen, Eintöpfe, Saucen, Dips. Mit anderen Worten: Für „alles“!

Das ist meine Grillfleisch-Zubereitung mit Ras el Hanout:

In eine eher große Schüssel nehme ich je kg Fleisch, das ich leicht salze,
ca. 3 Tee-Löffel Ras el-Hanout, und ca. 2 Esslöffel Bratöl.
Ich mische dann mit den Händen Fleisch, Gewürz und Öl,
besser gesagt ich massiere die Fleischteile mit der Gewürz/Öl–Marinade ein.
Danach drücke ich die Fleischstücke dicht an den Boden der Schüssel,
sodass das Fleisch von der Marinade umschlossen ist und verschließe die Schüssel mit einer Frischhaltefolie.
Dann stelle ich die Schüssel für einige Stunden, idealerweise über Nacht, kalt. Das war‘s!

P.S.: Ähnlich wie bei der Gyros-Gewürz Marinade beschrieben, mariniere ich mein Grillfleisch auch mit Ras el Hanout gerne über einen längeren Zeitraum. Dann gehe ich mit dem Ras el Hanout recht großzügig um, damit das Gewürz in das Grillfleisch einziehen kann. Wenn möglich, mariniere ich in diesem Fall über einige Tage, wobei ich das Fleisch täglich umschichte. Vor dem Grillen streiche ich dann das allzu reichlich am Fleisch haftende Ras el Hanout-Gewürz etwas ab.

P.P.S.: Obwohl ich hier nur die einfachen Methoden beschreiben wollte, ich kann’s nicht lassen:

1) Geflügelfleisch leicht salzen und in frischem Zitronensaft marinieren. Anschließend mit Ras el Hanout bestreuen und auf dem Grill oder in der Pfanne (am besten auf Spießchen) zubereiten. Dazu Salat oder Reis und schon sind sie in Marokko.

2) Zum Beträufeln von gegrilltem oder auch gebratenem Gemüse, Geflügel, Fleisch oder Fisch: Etwas Butter oder Olivenöl erhitzen ein wenig Ras el Hanout darin einrühren, etwas salzen.

3) Frische Makrele (wer in Wuppertal nicht weiß, wo man die herbekommt, kann michfragen) filetieren, leicht salzen, die Hautseite mit Ras el-Hanout bestreuen danach mit der Hautseite nach außen aufrollen und mit Küchenzwirn festbinden. Leicht geölt im Backofen (je nach dicke des Röllchens 8-12 Minuten auf 160-170°C im warmen, vorgeheizten Ofen) oder bei niedriger Temperatur auf dem Grill garen.

Auf Arabisch sagt man dazu: Bil hana we shifa (deutsch: Guten Appetit)!