Unsere Gewürze

Marion's Tee- Gewürz- Kräuter - Haus www.tee-wuppertal.de

Grillgewürze

Folgende Gewürze und ihre Verwendung zum Grillen werde ich in den nächsten Wochen hier beschreiben:

Café de Paris (Kräuterbutter)-Gewürz

Mediterranes Grill- und Braten-Gewürz (von mir Gyros-Gewürz genannt)

Ras el-Hanout-Gewürz

Kräuter der Provence-Gewürz

Tandoori Masala-Gewürz

Zaziki-Gewürz

Hähnchen-Gewürz

Geflügel-Gewürz „Maroc“

Kurzes aber wichtiges Vorwort: Meine Sache ist die „haute cuisine“ sicher nicht. Falls Sie auf der Suche nach „erlesenen“ Rezepten sind, sollten Sie vielleicht gar nicht weiterlesen. Mein Thema hier und heute ist „Grillen ohne Stress“, wie wir es als junge Leute praktizierten und ich es heute noch empfehlen kann. Meine Küche ist unkompliziert, einfach, „geradeaus“, eher selten köstlich und schon gar nicht kostbar, sondern einfach „nur“ lecker.

Meine Grillerfahrungen sammelte ich in jungen Jahren (vor nun etwa 40 Jahren), damals, Marion und ich waren Mitte 20 hatten wir eher wenig Geld, dafür aber viele Freundinnen/Freunde, die mit dem gesegneten Appetit der Jugend versehen waren und beim Essen und Trinken ordentlich zulangten. In unserem Freundeskreis bereiteten wir uns nicht wochenlang auf den Grillabend vor, sondern trafen uns mehr oder weniger spontan. Daher gab es Abende an denen die Vorbereitungszeit nur wenige Stunden, manchmal auch weniger als eine Stunde, betrug. Dennoch wetteiferten wir mit unseren Freunden darum, wer die schmackhaftesten Grill-Abende oft „aus dem Stand heraus“ ausrichten konnte. Da diese Abendeinladungen, wie gesagt, oft spontan ausgesprochen wurden, war das erste „Problem“ die Gäste erst einmal zu „beschäftigen“ und ihnen (irgend)etwas zum Essen anzubieten. Hierzu gab es zunächst einmal einige Stangen Baguette und das immer auf Vorrat gehaltene „Café de Paris“ kam zum Einsatz. Mit der Gabel schnell in Butter oder, wenn diese nicht vorhanden war, auch mal in Margarine eingearbeitet, war es unser universelles Kräuterbutter-Gewürz. Dies reichte immer, um etwas „Zeit zu gewinnen“ und den ersten Hunger der Gäste zu stillen. Gab es etwas längere Vorlaufzeiten, konnte man mit diesem „Cafe de Paris“ auch durchaus „Sternchen“ an den „Kulinarischen Himmel“ setzen. (Mehr dazu, wenn Sie auf „Café de Paris“ klicken.)

Mit etwas mehr Zeit und einer kleinen Tüte Knoblauch-Granulat oder Knoblauchsalz war ebenso rasch eine Knoblauchbutter /-margarine zuzubereiten und ebenso mit etwas Zwiebelgranulat eine ebenso leckere Zwiebelbutter/-margarine. Hatten sich die Gäste nach der „100sten“ Einladung an den Geschmack dieser Gewürze gewöhnt, kam schließlich das „Kräuterbutter-Gewürz“ zum Einsatz. Dazu mussten natürlich die passenden Getränke bereitgestellt werden, auf die ich aber erst am Ende des Kapitels kurz zu sprechen kommen werde. Zumindest hatten wir jetzt erst einmal Zeit gewonnen. Die Grillkohle konnte gut durchglühen und man konnte sich vielleicht mit dem einen oder anderen Gast etwas unterhalten.

Zwischenzeitlich wurde das eher schlichte Grillfleisch von Schwein, Schaf, seltener Rind oft aber Geflügel in einer Schüssel liegend mit etwas Bratöl und meinem zweiten „Universal-Grill-Abend-Gewürz“, der „Mediterranen Grill-und Braten-Gewürz-Zubereitung“ oder (wegen des sonst so langen Namens) von mir einfach „Gyros-Gewürz“ genannt, mariniert. Eine Handvoll von diesem Gewürz in Verbindung mit etwas Bratöl veränderte, veredelte möchte ich sagen, auch schlichtere Fleischpartien zu überraschend leckerem Grillfleisch (mehr dazu, wenn Sie auf die farbige Schrift klicken). Diese „Schnellmarinade“ war zwar auf Grund der Kürze ihrer Einwirkzeit nicht ideal, aber, Not kennt kein Gebot und unsere Gäste waren, soweit meine Erinnerung zurückreicht, immer zufrieden.

Da man natürlich nicht einen ganzen Sommer lang immer nur eine Geschmacksrichtung, wenn diese auch noch so lecker ist, anbieten kann, suchten wir ein vor allem anders schmeckendes Grill-Gewürz. Davon gab/gibt es natürlich unzählige und einige andere hatten wir ja auch in unserem Geschäft, aber so richtig anders? Vor allem anders als die Gewürze, die unsere Freunde auf Ihren Grillabenden verwendeten? Wir fanden es und damals war es dann „die“ geheime Gewürzmischung des „Chefs“: Ras el-Hanout. Als Grillgewürz mit seinem blumigen, leicht scharfen und süßlichen Aromen vereint dieses Gewürz die von uns als orientalisch* empfundenen Geschmackstöne mit einer leichten, aber spürbaren, pikanten Note. Damals, vor 40 Jahren, war dieses Gewürz in und um Wuppertal völlig unbekannt und ich, vor kurzen von meiner Urlaubsreise aus Nord-Afrika zurückgekehrt, galt fortan als der Kenner der afrikanischen Küche -was ich aber ehrlich gesagt bis heute nicht geworden bin.

Wird fortgesetzt.

*) Ras el-Hanout ist im eigentlichen Sinne nicht orientalisch, sondern eher nord-afrikanisch, genauer marokkanisch. Der Orient ist „woanders“.